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10 Dinge, die du in einer Bar wissen solltest

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Rainer Sturm / pixelio.de

Bars und Kneipen sind die Pausenhöfe Erwachsener. Dort hängt jeder rum, Freundschaften werden geschlossen und ab und an geht ein verweichlichter Freund weinend nach Hause.Hier ist es wichtig an unserer Manieren zu denken, genau so wie in jedem anderem öffentlichen Bereich. Und keine dieser Manieren sind wichtiger als die in Richtung des Pförtners der Nachtwelt: dem Barkeeper.

 

10. Frag niemals nach kostenlosen Drinks

Oh, da war ein „zwei für eins“ Angebot im Supermarkt aus dem du gerade kommst? Genial Kumpel, dann geh dahin zurück!
Auch wenn Gäste die oft wieder kommen und entsprechend Trinkgeld geben, mal einen ausgegeben bekommen, sollte um diesen Gefallen niemals gebettelt werden! Der Barkeeper leitet nicht das lokale Alkohol-Spendezentrum.

 


 

9. Angemessenes Trinkgeld

Vielleicht eine der wichtigsten Regeln dieser Liste. Da Barkeeper und im allgemeinen Service Personal meist nicht unter den Top-Verdienern unserer Gesellschaft sind, ist das Trinkgeld um so wichtiger. Niemand verlangt dass du der Bill Gates der Nacht bist, doch wenn du eine gute Zeit hattest und der Barkeeper nicht die Ausgeburt der Hölle war, denk daran ihm eine kleine Wertschätzung entgegen zu bringen. Als kleiner Anhaltspunkt: 1€ für einen Drink oder 10% auf die Rechnung.

 


 

8. Barkeeper sind auch menschen (manchmal sogar sehr clevere menschen)

Während Barkeeper großteils als menschen gesehen werden, ändert sich diese Ansicht oft nach 3 Jägermeistern und ein Paar Bier. Schnippe niemals nach deinem Barkeeper. Wedle nicht mit Geldscheinen vor seiner Nase. Und rede niemals abwertend mit Ihm.
Auch du kochst nur mit Wasser!

 


 

7. Kenn deine Getränke

Diese Regel wird meistens durch eine mitt-dreissiger Gruppe eines Mädelsabends gebrochen, die vorher noch Eat, Pray, Love angeschaut haben und jetzt nur irgendwas „lustiges“ wollen, ohne in die Karte zu schauen. Und  für alle da draussen, die jemals „Überrasch mich!“ oder „Was kannst du empfehlen?“ gesagt haben, bitte hört auf damit! Nicht nur weil es anstrengend (und zeitraubend) für einen Barkeeper ist sich einen Drink für dich auszudenken, sondern es ender meist mit weniger zufriedenen Gästen. Kenn ein paar Drinks, probier sie und sei sicher was du willst, wie ein echter Gentleman. Und wenn du wirklich mal etwas neues Probieren willst, mach es an einem ruhigen Abend und erzähl dem Barkeeper zuerst auf welche Basis Spirituose du Lust hast.
Oh, und vergiss das Trinkgeld nicht!

 


 

6. Eine Rechnung pro Abend, bitte

Bargeld bei sich zu haben ist heut zutage wohl außergewöhnlicher als Geld mit dem Handy nach China zu senden. Ich warte nur darauf irgendwann Bitcoins im Trinkgeld Glas zu finden. Auch wenn die Technik bei Smartphones und Tablets einen riesigen Sprung gemacht hat,  ist das öffnen und abschließen von Rechnungen immer noch so umständlich wie vor der Internet-Ära. Und auch wenn jeder EC- und Kreditkarten annimmt (okay, manche nicht), bitte halte das Plastik auf einem Minimum.
Das bedeutet: Lass deine Rechnung bis zum Schluss offen, bis du sicher bist, dass ihr fertig seid. Dann bezahl alles zusammen. Bei einer Gruppe bezahlt einer und ihr macht den Rest untereinander aus. Ihr seid nicht in einem Restaurant und der Barkeeper hat besseres zu tun als eine 30€ Rechnung auf 5 Kreditkarten abzuschließen.

 


 

5. Dein Getränk ist stark genug

Ein weit verbreiteter und nerviger faux pas ist dem Barkeeper zu erklären, der Drink sei nicht stark genug. Bei einem Cocktail geht es vor allem um die Ausgewogenheit und das richtige Verhältnis der Zutaten, von denen der Barkeeper wahrscheinlich mehr Ahnung hat als du. Wenn dein Drink zu schwach schmeckt, liegt das höchstwahrscheinlich daran, dass der Drink gut gemacht ist und nicht nur Sprittig schmeckt. Bitte Versuchs nicht mit „Hey Junge, mach aber weniger Eis in den nächsten, ja!“.

 


 

4. Kenn das Lokal und bestell angemessen

Würdest du Jäger-Bull in einer Wein Bar bestellen? Oder Craft-Beer in einer Cocktail Bar? Erwarte auch nicht ein Glas 2008er Gavi di Gavi in einer Kneipe zu bekommen.
Jeder darf bestellen, was ihm hilft die sorgen der Woche zu vergessen, und deshalb hat Gott auch verschiedene Bars geschaffen. Schau dich in dem Laden um. Die Flaschen die dort rumstehen sind nicht nur da, damit sie der Barkeeper schnell greifen kann. Sie geben dir ebenso einen guten Hinweis was du bestellen solltest.

 


 

3. Mach den Barkeeper nicht an

Wenn du keine Blonde Sexbombe bist, mach den Barkeeper bitte nicht an. Es ist verlockend. Und auch wenn es möglich scheint, denk daran, dass es sein oder ihr Beruf ist nett und freundlich zu sein. Aber sie sind bei der Arbeit und nichts ist schlimmer als jemand, der ihnen einen Small Talk andreht, während sie 10 Getränke Bestellungen vor sich haben (außer du bist natürlich eine Sexbombe, dann mach bitte weiter…).

 


 

2. Werde nicht zu betrunken

Okay, diese Regel hat natürlich ihre Grauzonen. Wir alle versuchen uns zu beherrschen, jedoch verschwimmt der rote Faden irgendwo zwischen dem siebten und achtem Shot.
Natürlich haben wir alle an unserem Geburtstag und an Geburtstagen von Freunden das Recht unsere Gehirnzellen zu zerstören. Nur sollten wir aufpassen wo und vor allem wie wir das machen. Es gibt keinen schnelleren Weg aus der Bar geworfen zu werden als die Flaschen des Barkeepers anzufassen. Er wird auch deine Entschuldigungen, zwischen Schleifgeräuschen die der Türsteher mit dir verursacht, nicht mehr hören können.

 



1. Drängel dich nicht vor

Wenn die Bar vollgestopft ist wie eine Chinesische U-Bahn, dann weil es Freitag Nacht ist, und du die Bar gefunden hast, in der die heißesten Girls der Stadt sich zeigen. Der Richtige weg um an dein Getränk zu kommen ist folgender: Mach auf dich aufmerksam und stelle Blickkontakt her um zu signalisieren, dass du bestellen willst. Dann warte geduldig wie ein zivilisierter Mensch.
Das Sonderrecht schneller Bedient zu werden, ist ein hart verdientes Privileg. Wenn du also nicht der Sandkastenfreund des Mannes oder der Frau hinter dem Tresen bist und nicht mit Trinkgeld um dich schmeißt wie Charlie Sheen in einem Strip Club, erwarte nicht dass du diese Sonderbehandlung bekommst.

 

 

Beitragsbild: Rainer Sturm  / pixelio.de

2 comments

  1. max 7 Januar, 2015 at 13:07

    Jetzt mal ehrlich. Im großen und ganzen habt ihr schon recht dass man sich ordentlich und angemessen aufführen soll! Aber zu allererst ist der Gast mal König und nicht der Barkeeper! Ohne Gäste kann nämlich jede Bar zusperren. Wenn der Drink zu schwach ist, soll er gefälligst nachschenken, nur weil er Barkeeper ist, heißt es nicht dass er sich zwangsläufig besser auskennt (Bsp.: habt ihr schon mal im Baumarkt eine kompetente Beratung erhalten??). Und wenn man schon ewig an der Bar steht soll er sich halt beeilen und nicht wie so viele arrogant in der Luft rum schauen. Wenn man eine Empfehlung oder ein Überraschungsgetränk haben will soll er es auch machen, dafür ist er schließlich da! Wenn das alles so abläuft bekommt er auch ein ordentliches Trinkgeld, aber auch nur dann! In anderen Berufen bekommt man schließlich auch nichts geschenkt und mann muss sich sein Geld durch Leistung verdienen!!

    • Osse 7 Januar, 2015 at 14:16

      Der Gast ist so lange König, wie er sich auch als solcher verhält. Schließlich arbeiten wir in der GASTronomie und nicht in der ARSCHonomie!
      Und in 95% aller Fälle hat ein professioneller Barkeeper tatsächlich mehr Ahnung wie der Drink gehört als der Gast. Gerne bekommt jeder Gast seinen Cocktail stärker. Und gerne berechne ich dafür den anfallenden Aufpreis.
      In der Metzgerei bekomme ich auch kein 400g Steak für den Preis von einem 200g Steak, nur weil ich als Kunde der Täglich fleisch isst (und es deshalb wissen muss) dem Metzgermeister erkläre, dass mein Steak etwas zu leicht aussieht.

      Zum Thema „Der Kunde hat immer Recht“ gibt es hier ( http://www.huffingtonpost.de/alexander-kjerulf/der-kunde-hat-immer-recht-ist-falsch_b_6415276.html ) einen sehr Interessanten Artikel, den ich bis zum letzten Wort so unterschreiben würde.
      Denn manche Kunden sind schlicht und ergreifend schlecht fürs Geschäft und darauf kann jeder GASTronom dankend verzichten.

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