6 Dinge, die du über Gin (wahrscheinlich) nicht wusstest

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1. Gin hat eine schwammige Definition

Entgegen den meisten Spirituosen wie Bourbon, Scotch oder Tequila – bei denen Zutaten, Herstellung oder auch Herstellungsgebiet genau festgelegt sind und nicht viel Spielraum lassen – gibt es für Gin keine dieser Vorschriften.

Gin ist lediglich durch seinen Geschmack definiert: Er soll „hauptsächlich“ nach Wacholder schmecken. Doch ohne eine gesetzliche Vorlage, die bestimmt, ob der Gin nun mehr nach Wacholder denn etwa nach Gurke oder Zitrusfrüchten (zwei übliche Aromen, die in vielen Gins zu finden sind) ist diese Definition eher subjektiv.

In anderen Worten: Was für mich Gin ist, muss für dich kein Gin sein.
Und es gibt nichts, was old-school Gin-Hersteller mehr lieben, als über die neumodischen „Gins“ zu meckern, dass diese in Wirklichkeit gar keine Gins mehr sind.

 

2. Gin kann immer anders schmecken

Im Gegensatz zu Wodka, welcher aus nichts anderem als unaromatisiertem Alkohol und Wasser besteht, gibt es enorme Unterschiede wie Gin schmecken kann. Dank dafür ist der Fakt, dass jeder Destillateur sein eigenes Rezept hat. Da Gin nur „vorwiegend“ nach Wacholder schmecken soll (was durch die Zugabe von Wacholderbeeren geschieht) hat der Destillateur vollkommene Narrenfreiheit, was andere Pflanzen betrifft.
Zitrusfrüchte, Nüsse und Gewürze finden so Ihren weg in die Gin-Rezepturen.




 3. So bekommt Gin seinen Geschmack

Es gibt 2 grundsätzliche Wege wie das Aroma in den Gin kommt. Man kann zum einen die Gewürze und Kräuter zu einem bereits destillierten Alkohol zugeben und dann Abfüllen oder die Zutaten mit destillieren. Je nach Herstellung entsteht ein anderer Gin und ein anderes Geschmacksprofil.

Wenn man zum Beispiel einen „London Gin“ (wie „Beefeater“) herstellen möchte, darf der Geschmack nur bei der Destillation entstehen. Das ist natürlich deutlich umständlicher als einfach Kräuter in ein bestehendes Destillat zu werfen, wird aber von Gin-Liebhabern verehrt.

 

4. Nur wenige Gin Hersteller machen ihren eigenen Alkohol

Die Gin Herstellung beginnt immer mit einem neutralen Alkohol. Und der wird von Herstellern in großen Massen gekauft.
Es sind die Zutaten und die Herstellung, die danach jeden Gin einzigartig machen.

 

5. Wacholder wird noch immer Wild geerntet

Die Gin Industrie benötigt unglaubliche Massen an Wacholderbeeren. Überraschenderweise werden diese kleinen Beeren nicht im großen Stil angebaut. Großteils werden sie von unabhängigen Pflückern in ganz Europa geerntet und danach über Zwischenhändler an die Gin Hersteller in der ganzen Welt verkauft.




6. Es wurde als Medizin gegen Malaria benutzt

Stell dir vor du bist ein Segler während der Entdecker Zeit und schipperst durch die Malaria geplagten Tropen. Chinin, welches in Tonic-Water enthalten ist, hilft diese fiesen Parasiten fernzuhalten. Aber das zeug schmeckt einfach zu bitter. Ein Weg um es erträglicher zu machen: Mische es mit Gin.
Dieser Legende nach wurde so der Gin & Tonic geboren.

Heutzutage enthalten die meisten Tonic-Water nur noch wenig bis gar kein Chinin mehr.  Denn zu viel von dem Zeug kann eine umgekehrte (und ziemlich üble) Wirkung namens „Cinchonismus“ auslösen die unter anderem Taubheit, Übelkeit und Schwindelgefühle hervorrufen.

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