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Die 6 größten Mythen über Barkeeper

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Die größten Barkeeper Mythen

Ich habe mit Abstand den besten Job der Welt: Ich bin ein Barkeeper.


Wenn Leute herausfinden, womit ich mein tägliches Brot verdiene, werde ich oft gefragt: „Also wie Tom Cruise?“ – Ähm. Naja, so ähnlich!

Es ist ein harter Job wie viele andere auch, aber er macht einfach unglaublichen Spaß!
Dabei geht es nicht nur darum Geld zu verdienen, sondern es ist vor allem eine Leidenschaft.
Aus einem Cocktailbuch einfach Getränke nach zu mixen macht noch lange keinen Barkeeper aus.
Spirituosen, Liköre, Bitters und Säfte in einem so perfekten Verhältnis und mit einer schönen Technik zu vereinen, dass der Gast Spaß am zusehen hat und bei jedem Schluck einen Geschmackszirkus der Freude in seinem Mund spürt – DAS unterscheidet einen Barkeeper von einem wirklich guten Barkeeper.

Dort draußen gibt es immer noch viele Mythen um den Job des Barkeepers. Ich versuche mit diesem Beitrag etwas Licht ins dunkel zu bringen.

1. Wir machen es nur wegen dem Geld

Natürlich kommt es auf die Bar und die Location an. Es kann in der Gastronomie auch wirklich gutes Geld verdient werden. Vor allem wenn das Trinkgeld passt. Trotzdem machen die meisten Barkeeper diesen Job aus Leidenschaft. Oft auch neben ihrem „Full Time Job“ in ihrer Freizeit.

 

2. Wir haben kurze, glamouröse Schichten

Der größte Teil der Vorbereitungen für einen Cocktail passiert bevor die Türen aufgesperrt werden. Meistens werden Aufgaben wie Säfte pressen, Sirup machen und Bitters herstellen auf alle Mitarbeiter aufgeteilt. Aber manchmal bleibt es auch an einem hängen. Große Cocktail Bars brauchen jede Woche dutzende Liter frischen Zitronensaft. Und der muss irgendwann gepresst werden…
Und wenn die letzten Töne aus den Boxen kommen und die letzte Runde über den Tresen geht, wird es Zeit die ganze Bar sauber zu machen.
Wir putzen und rechnen oft noch lange nachdem unsere Gäste ins Bett gegangen sind.

 

3. Barkeeper sind Schulabbrecher

Leider gibt es die These, dass Service Personal in der Gastronomie oft nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind.
In meinen letzten Jahren in der Gastronomie hatte ich aber das Vergnügen mit vielen genialen Leuten zusammen zu Arbeiten. Die meisten davon hatten sogar Abitur.

 

4. Barkeeper sind faul

Nur weil wir bis Nachmittags schlafen sind wir Barkeeper nicht gleich faul – vor allem wenn wir gerade eine komplette Schicht bis vier Uhr morgens gearbeitet haben!
Wir arbeiten nur meistens nicht in regelmäßigen Schichten, wie jene, die von 9 bis 17 Uhr arbeiten. Aber wir arbeiten genau so hart. Je nach dem wie viele Cocktails in der Bar über den Tresen gehen, kann dich eine Schicht körperlich und psychisch ganz schön fertig machen. Vor allem wenn du in einer Bar arbeitest, in der jedes Getränk drei bis zehn Zutaten hat und du in acht Stunden 200+ Cocktails zauberst. Es kann manchmal ganz schön strapazierend sein sich so lange zu konzentrieren.

 

5. Alle Barkeeper machen „Flair“

Tom Cruise hat in seinem Film „Cocktail“ ein Bild eines Barkeepers geschaffen, das bis heute noch in den Köpfen vieler ist. Ich persönlich kann ein paar kleine Tricks, aber ich kenne viele meiner Kollegen, die damit nichts anfangen können. Versteht mich nicht falsch – Es gibt natürlich auch das „Working Flair“ mit kleineren Tricks um die Gäste zu begeistern, aber das ist Meilen weit von den Tricks, die man in diversen Medien findet, entfernt.
Flair Bartending hat seine absolute Berechtigung, aber wird selten in typischen Cocktail Bars angewendet.

6. Barkeeper schleppen reihenweise Frauen ab

Viele denken Barkeeper sind die Womanizer der Nation. Natürlich ist es unser Job den Gästen einen schönen Abend zu machen und im laufe der Zeit steigt auch der Alkoholpegel der Bargäste. Dass unter den vielen Gästen eine ist, die sich etwas mehr für den Barkeeper interessiert – und sei es nur um ein Freigetränk zu bekommen – ist keine Seltenheit. Und im seltensten Fall wird sie einen direkten Korb bekommen. Flirten gehört ja auch irgendwie zu einem schönen Abend dazu. Doch irgendwann wird der Barkeeper – oder die Dame, nachdem sie ihr Freigetränk bekommen hat – das ganze möglichst charmant beenden.
Klar, es gibt auch die Situationen, in denen wirklich was daraus werden könnte. Doch diese Seifenblase zerplatzt meistens sobald das Licht angeht, und das große aufräumen und Abrechnen beginnt. Welche Dame wartet gerne, bis der Barkeeper wirklich Feierabend hat – irgendwann zwei Stunden nachdem ihre Freundinnen gegangen sind.

 

Welchen Mythos gibt es noch aus der Welt zu schaffen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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