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Typische Gästesyndrome in der Gastronomie – Part I –

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Manifestierte Gästesyndrome unter dem Aspekt der Unveränderlichkeit  der überschaubaren Diversität des menschlichen Habitus in gastronomischen Extremsituationen

(von Ulrich Mark Patzak)

 

Vorwort

Dies  ist eine Sammlung von erlebten und immer wiederkehrenden Phänomenen rund um den Alltag in gastronomischen Betrieben. Sie ist teilweise lustig ausgelegt soll aber durchaus mit einem ernsthaften Hintergrund behaftet sein. Durch meine jahrelange Tätigkeit in diversen Unternehmen sind mir irgendwann parallelen im Umgang mit Gästen aufgefallen, die ich irgendwann begann aufzuzeichnen. Angefangen hat alles mit Syndrom Nummer 1, das auch als einziges eine Nummer erhält, weil es das ur Syndrom ist. Alle weiteren Syndrome sind nur kurz gekennzeichnet um nicht irgendeine chronologische Wichtigkeit zu erzeugen… jedes Syndrom erhält seine Aufmerksamkeit

Sinn und Zweck dieser Sammlung ist es im Austausch mit anderen Fachkollegen und Kolleginnen ein humoristisches Werk zu erschaffen, das auf manchen Stammtischen weltweit mit Sicherheit belächelt wird, aber auch für Diskussionen sorgen darf. Weiter soll es auch Kollegen die ihre ersten Schritte in der Gastronomie tätigen einen Einblick geben was sie unter anderem zu erwarten haben ohne sie von unserer Tätigkeit – die wir von ganzen herzen lieben – zu verschrecken. Keinesfalls will ich hier Gäste beleidigen!

Solltet ihr – und da bin ich fester Überzeugung – etwas ergänzen wollen, bitte ich darum!
Schreibt mir euer Syndrom einfach als Kommentar am Ende der Seite.

 

#1: Gottschalk Syndrom :

„Wetten, dass?“ sie sich an einen nicht abgeräumten Tisch setzen! Dieses Syndrom ist absolut weltweit und für jeden aber auch wirklich jeden Betrieb anwendbar! Selbst wenn der Laden (und das wurde erprobt!) zur Gänze leer ist, und nur ein Tisch schmutzig, setzen Gäste  sich zielsicher auf diesen! Die verschärfte Version dieses Phänomens wird dann noch mit einem „Darf ich schon was bestellen?“ gekrönt.

 

Niki Lauda Syndrom:

„Zum mitnehmen bitte!“ wird dann noch getoppt mit einem gegrinsten „Ich hab ja nichts zu verschenken!“. Wer kennt es nicht – das Problem ist nur, dass das gar nicht das eigentliche Syndrom ist sondern vielmehr, dass die eingepackten Speisen zu 70% vergessen werden…

 

Helms Klamm Syndrom:

Dieses Syndrom benannt nach Herr der Ringe sagt uns eindeutig eines, und nur eines: Wenn sich zwei Gäste unterhalten oder Begrüßen dann immer am ungünstigsten Ort im ganzen Betrieb! Hierbei bevorzugt: vor der Schankanlage, im Eingang zur Küche, beim Ausgang der Bar…
Vervollständigt wird dieses Syndrom noch dadurch dass es meist nur zur Stoßzeit in Erscheinung tritt.

 

First Guest Syndrom:

Tritt prinzipiell auch in allen Betriebsarten weltweit auf: Gast ist eine halbe Stunde vor Öffnung da und nimmt mit den Worten „Lasst euch von mir nicht stören“ an einem unfertigen Tisch Platz um dann nach geschätzten 4 Minuten „Kann ich schon ein Bier haben?“ genau in die heiße Phase der Mise-en-place arbeiten hineinzustoßen.

 

Minority Syndrom

Relativ selten, da es nur bei a-la-carte Gruppen ab ca. 8 Personen auftritt. Grundsätzlich befinden sich immer 2 Gäste dabei die bei Großbestellungen keine Ahnung mehr von ihrem bestellten Gericht oder Cocktail haben. Selbst nach mehreren lauten Aufforderungen bleibt meist jeglicher Erfolg erspart – meist hilft nur ein klärendes Gespräch unter den Gästen, das immer mit „Hast du nicht … bestellt?“ anfängt. Dieses Syndrom hat aber eine Weiterführung die es nur komplett macht, wenn die Teller extrem heiß sind oder das Tablett sehr schwer ist.

 

Rantanplan Syndrom

Dieses Syndrom benannt nach dem Hund von Lucky Luke trifft eigentlich nur in Betrieben mit großen Biergärten und freier Platzwahl auf. Gast betritt wild diskutierend die Bühne – jeder Sitzplatz wird auf Sauberkeit, Sonneneinstrahlung und Schatten sowie Wind Eigenheiten impaktiert – um dann nach endlosen herumgeschnüffelt wieder beim ursprünglichen Platz zu landen. Der mit einem breiten Grinsen als der beste im Lokal bezeichnet werden muss.

 

Sunday 100 Syndrom

Prinzipiell zahlen Gäste an Feiertagen oder bei Veranstaltungen mit dem größten Geldschein, auch wenn sie kleinere Banknoten bei sich haben! Auch bei diesem Syndrom gilt: Es ist erst zu 100% vollständig, wenn der Gast blöd grinsend und für alle am Tisch hörbar ein „Der Geldautomat hat es nicht kleiner!“ oder „Den hab ich heute frisch gedruckt!“ hinzufügt, wo sich meine Brechreizlatte sowieso schon ins Souterrain herunterdreht.

 

 

Personal Meeting Syndrom

Wollen Sie ihre Kollegen alle möglichst schnell um sich versammelt haben, nehmen Sie den Dienstplan heraus, stellen sie sich an die Bar oder am Stammtisch und tätigen mit einem Kopfschütteln aussagen wie „Das geht sich nie aus…“ oder „Sicher nicht…“. Innerhalb kürzester Zeit ist die ganze Mannschaft da!

 

Telefon Syndrom:

Prinzipiell wird für große Tischreservierungen und wichtige Partys, die mindestens ein Gespräch von 10 Minuten abverlangen, immer zur Stoßzeit angerufen!

Telefon Syndrom 1st Edition: Quaxisyndrom (Wetter Syndrom)

Biergartenreservierungen mit Schmackes:  „Wie wird denn das Wetter nächsten Dienstag??“

Telefon Syndrom 2nd Edition: Take away

„Kann man bei Ihnen auch zum Mitnehmen bestellen?“
„Sehr gerne, was darf’s denn sein?“
„Was haben sie denn?“
Natürlich tritt dieses Phänomen auch nur in der Stoßzeit auf und eine vollständige Tages,- und Standardkarte ist online vorhanden.

Telefon Syndrom 3rd Edition: Tischreservierung

Eine Tischreservierung für 2 Personen endet immer mit den Worten „Können wir aber bitte einen großen Tisch haben?!“ – Natürlich nur an Tagen, an denen man sowieso schon ausgebucht ist.

Telefon Syndrom 4th Edition: Öffnungszeiten

„Hallo! Ich wollte nur fragen ob sie heute geöffnet haben?“
Nein, ich bin nur im Lokal, weil ich kein zuhause habe…

 

Time Warp Syndrom:

Was früher eine „Apfelsaftschorle“ war, ist heute ein „Kleiner Apfelsaft naturtrüb ungekühlt, mit lauwarmem Leitungswasser – aber bitte in einem vorgewärmten  Glas mit Stiel, ohne Henkel und einem Schuss Zitronensaft!“

 

Draft Beer Syndrom:

Auf die klassische Frage: „Welche Bier Sorten haben sie denn?“ obwohl der Gast die Getränkekarte in Händen hält, folgt eine minutenlange Aufzählung sämtlicher offener und Flaschenbiere. Als Resultat kommt nur ein „Dann bekomme ich eine Apfelsaftschorle“ woraus als logische Folge das Time Warp Syndrom (siehe oben) in Kraft tritt.

 

Kill Bill Syndrom:

Ist sehr beliebt bei unseren russischen Gästen und lässt sich ungefähr so beschreiben: Gäste die seit stunden Sitzen und nichts mehr bestellen wollen, geben plötzlich Bescheid dass sie sofort und gleich zahlen wollen. Und das bei einem selbst, allen Kollegen, Chef, Küchenhilfe, Spüler und Lehrling gleichzeitig, so dass man innerhalb von Sekunden ungefähr 30-mal „Tisch 29 will zahlen!“ aus allen Ecken vernehmen darf, obwohl die Rechnung schon am Tisch liegt!

Rest In Peace Syndrom:

Steht dem Kill Bill Syndrom nahe: Gemeint ist hiermit nämlich die Zeit, die vom panischen „Bitte sofort zahlen!“  und „Wir müssen dringend wo hin!“ bis zum tatsächlichen Verlassen des Lokals verstreicht.

 

Hide and Seek Syndrom:

Auch sehr verbreitet und kostet mich auf Grund des Ideenreichtums mancher Gäste oftmals mehr als nur ein Lächeln: Rotwein Ränder oder sonstige Flecken auf dem Tischtuch werden bei Verlassen des Lokals prinzipiell mit allen möglichen Tischutensilien (Menagen, Zuckerbehälter, Deko…) überdeckt, sodass auf den ersten Augenschein der Tisch sauber aussieht und mindestens so viel Zeit bleibt um das Lokal ohne Erklärung (die sowieso niemals erwartet wird) zu verlassen.

 

Everything Counts Syndrom:

Gemeint ist hier die Anzahl der Schimpfwörter die ein Koch bei Eingang einer Bestellung knapp vor Küchenschluss tätigt, bis das fertige Gericht zum Servieren bereitsteht. Kann außerordentliche Höhen erreichen, wenn die Küche schon geputzt, die Herdplatten abgedreht sind und das Gericht die mit Abstand längste Zubereitungszeit auf der Karte in Anspruch nimmt  – oder eine Kombination aus allen!

 

Diese Sammlung wurde von einem Barkeeper-Kollegen an mich geschickt. Demnächst wird dieses kleine Werk weitergeführt. Was sind deine Erfahrungen mit Gästesyndromen?

48 comments

  1. igel 25 Dezember, 2014 at 19:02

    auch gern: wir waren letztens bei ihnen das erste mal und möchten erneut reservieren – und möchten UNSEREN tisch wieder haben
    – ich möchte das wieder essen, was ich letztens hatte, wissen sie das noch?
    – auch wenn die mittagskarte nur bis 15 uhr geht, kann ich davon trotzdem heute abend noch was haben, alles andere wird mir zu viel
    – kommen sie auch mal an unseren tisch, sie unterhalten sich ja nur mit den anderen
    – ich bin vegetariar, was können sie mir da an gemüse empfehlen? ‚dies und das und grüne bohnen‘ ohja, grüne bohnen nehm ich, aber mit im speckmantel, das ess ich so gern…

    ich hatte ein restaurant, ich könt ein buch schreiben

  2. ring of fire 26 Dezember, 2014 at 08:03

    Haha göttlich. Und es stimmt einfach. .. die Syndrome passen glaube ich in jeden gastroberieb. Ich hätte da auch noch ein passendes. Und zwar so eine Art „das will ich auch Syndrom“
    Kaum haben die Gäste sich mit Mühe und nach einiger beratungszeit für etwas entschieden und man hat (wohlgemerkt erleichtert) die Bestellung an Küche und Bar weiter gegeben wird man ein paar Minuten später vom Gast fast panisch aufgehalten: „Entschuldigung! ? Was isst denn der Mann/die Frau an dem Tisch da? “ …… „Ahja! Das sieht ja lecker aus. Das will ich auch! Kann ich noch umbestellen?“
    Das kommt natürlich auch nur dann vor, wenn der Laden brechend voll ist und man sowieso schon am rotieren ist! !!

  3. DerGerch 26 Dezember, 2014 at 09:44

    Trinkgeld in Form von Kupfergeld ist auch ne ganz feine Sache. Am besten mit dem Zusatz : „Ihr braucht ja immer Kleingeld und ich habs dann los“ . Interessant ist, je mehr Kupfergeld man bekommt, desto wütender wird man und desto großzügiger kommt sich der Gast vor.
    Und dann gibts da noch die Gäste, die in einer Spelunke von einer Studentenkneipe von einem erwarten durch die „Weinkarte“ geführt zu werden.

  4. Joe 26 Dezember, 2014 at 16:04

    Vor einigen Jahren war ich selbst höchst aktiv in der Gastronomie tätig. Ich würde meinen ich hätte innerhalb 10 Jahre rund 20 verschiedene Betriebe dabei gehabt. Vom Italiener, Mexikaner bis hin zur einfachen Weinbar, Cocktailbar oder Alternativschuppen war da alles dabei. Meine Gäste waren wirklich bunt gemischt und ich habe durchaus auch dasselbe getan: Muster erkannt. Das hilft natürlich ungemein dann auch bei der Arbeit wenn man bereits im Vorraus den Gast ein wenig einschätzen kann. Hilft bei der Empfehlung, bei der Bedienung und wirkt sich am Ende (meist positiv) auf das Trinkgeld aus.

    Allerdings gibt es hier ein paar Punkte die mich stören – die haben mich auch bei meinen Überlegungen damals gestört. Zb. diese bekannte Frage „Haben Sie geöffnet“. Ich schätze kaum ein Gast/Mensch will einem was böses. Eine Frage ist und bleibt eine Frage. Und wie oft kam es vor das ich im Lokal war obwohl wir nicht geöffnet hatten, und dennoch ans Telefon ging weil schliesslich neben Reservierungsanfragen auch Lieferanten mal anrufen. Oder die Frage mit dem Bier – oft war ich (auch als Gast) in Lokalen wo die Karte absolut nicht aktuell ist. Oder einfach nur Krügerl/Seiderl drin stand. Oder zusätzlich noch weitere Biersorten vorhanden waren die NICHT in der Karte angeführt wurden. In jedem Lokal geht man anders mit solchen Details um – die einen Gastronomen achten darauf, wiederrum andere nicht. Der Gast kann sich da nicht stets anpassen sondern gewöhnt sich einfach an eine Variante die am besten für ihn selbst funktioniert. Und eine Frage hat noch nie wem geschadet.

    An alle „Anfänger“: Lasst euch nicht unterkriegen. Lasst eure Gäste euch fragen und wenn es für euch zu stressig wird könnt ihr andere Möglichkeiten suchen/finden um solchen Situationen entkommen zu können. Sobald ihr anfängt ein „Feindbild“ in euren Köpfen zu erzeugen ala „mah jetzt nervt der mich wieder“ ist dieser Job auf lange Sicht nichts für euch. Denkt dran – auch ihr habt Fragen und euer Chef sollte euch die beantworten können und sich nicht denken „oh gott, was fragt mich der jetzt so blöd“ – denn wenn der das tut – dann denkt er nicht weit genug.

  5. Socaholic 26 Dezember, 2014 at 17:53

    -eigene sprache syndrom: nach der frage ob man sprache x spricht und man mit nein Antwortet, einfach in sprache x weiter reden

    -lost guest syndrom : im restaurant/bar/terrasse stehen und fragen ob das hier das restuarant/bar/terrasse ist

    -spontan vegetarier Syndrom : beim einsetzen des hauptganges von eine 3 gang menu für 30 Personen sagen dass man ja gar kein fleisch ist … wahl weisse auch mit allergie jeglicher art

    – ein ausgeben Syndrom : gast zum ersten mal gesehen und nach drei bier verlangen das man ja ruhig mal einen ausgeben könnte

  6. Daniel 26 Dezember, 2014 at 18:26

    Es fehlt ganz klar das Syndrom:

    Doppelt hält besser

    „Viele Gäste sind sehr pessimistisch veranlagt und gehen davon aus, dass die Servicemitarbeiter entweder alle Alzheimer haben oder so wenig Umsatz wie möglich machen wollen. Denn nur so ist es zu erklären, dass sie ihre Chancen auf eine erfolgreich ausgeführe Bestellung erhöhen wollen, in dem sie gleich bei verschiedenen Mitarbeitern die gleiche Bestellung tätigen.
    Somit kommt es gerne mal vor, dass die Bestellung gleich doppelt gebucht und an den Tisch gebracht wird, wofür der Gast natürlich keine Erklärung hat.“

  7. Jörn 27 Dezember, 2014 at 16:44

    Reservierungssyntrom: Samstag 17:00 anrufen „Ich bräuchte für heute 19:00 einen Tisch für 10 pax“ „tut mir leid, wir sind komplett ausreserviert“ – „Warum??? das kann doch nicht sein!? Wirklich nichts mehr frei???“ – „Nein leider nichts mehr frei!“ –
    „das kann doch nicht sein, wir kommen doch immer zu Ihnen. Könnte ich mal den Chef sprechen, der kennt mich!“ – „Ja gern, ich bin selbst am Telefon“ “ tut tut tut tut“ 😉

  8. Michael Landmesser 27 Dezember, 2014 at 18:46

    Biergarten… verregneter Sommer…. ganz am Ende im Garten bei strömenden Regen unter einen schützenden Schirm setzten, denn anscheinend ist das Servicepersonal so schnell, dass es nicht nass wird.

    Wieso haben Sie kein Wiener Schnitzel vom Schwein?….haben doch alle…

    2 Stunden vor der Öffnungszeit erwarten, dass man bedient wird, nur weil man gerade den Biergarten vorbereitet. „Ist doch nicht so schlimm, mal ebend ein Stück Fleisch in die Pfanne zu hauen, oder?“
    Standardantwort: Fragen Sie doch einmal bei der Post nach, ob die vielleicht 5 Minuten eher aufmachen.

    Ganz aktuell… Bitte das Entenmenü, aber ohne Ente….. 😉

  9. Cathi 27 Dezember, 2014 at 21:30

    Ganz großartig sind auch die Eltern, die ihre kleinen Kinder bestellen lernen lassen.
    Man steht da geduldig mit seinem Block…
    Mutter und Vater reden abwechselnd auf das völlig überforderte Kind ein: „Na, was möchtest du denn trinken?“ -„Du magst doch Apfelsaft! Willst du Apfelsaft?“
    Irgendwann entscheidet sich das Kind für Cola, das ist natürlich nicht im Sinne der Eltern, sodass es dann doch die Apfelsaftschorle mit stillem Wasser und „nicht sooo kalt“ wird…

    Besonders dreist sind die Gäste, die der Meinung sind, es würde nicht auffallen, wenn man mal einen Salzstreuer, Besteck oder Kerzenständer einsteckt. Ich decke jeden Tisch identisch ein, mir fällt es innerhalb weniger Sekunden auf, wenn etwas fehlt.

    Je mehr Bier fließt, desto sicherer sind sich ganz bestimmte Männer, dass sie einen bestechen könnten… Der gesamte Laden ist ausreserviert, aber für einen kleinen Schein gibt es doch bestimmt noch einen besseren Tisch *zwinker, zwinker*.

  10. Cathi 27 Dezember, 2014 at 21:39

    Oh, und das wichtigste fehlt:
    Du kannst dir sicher sein, wenn du sowieso schon einen Teller mehr mitgenommen hast, als sinnvoll gewesen wäre, stellt sich dir ein Gast in den Weg und möchte eine umfassende Beratung zur gesamten Karte!

  11. Marcel 28 Dezember, 2014 at 12:58

    Göttlich. Alles schon erlebt und finde diesen Artikel sehr erfrischend nicht weil dieser mit einer lustigen aber doch Ernsthaftigkeit an die Sache heran geht. Ich selber bin seit über zwanzig Jahren Koch aus Leidenschaft und habe durch das Reisen auf der ganzen Welt so einiges erlebt und dieses in einen Buch niedergeschrieben. Doch die Sicht eines Service Mitarbeiters zu sehen ist noch mal was völlig anderes.

    Super Artikel freue mich auf Part II

    Beste Grüße aus der Schweiz

    Marcel

  12. gaga 29 Dezember, 2014 at 04:26

    Alles…soooo wahr!!!
    Was auch noch dazugezählt werden kann..sind die „eiligen“ gäste..die sofort bestellen wollen u wenn man ungehend am tisch steht aber erst die karte mal lesen müssen… (aber bloss nicht entfernen..grrrrrrr)
    U zuletzt..bei einer rechnung von 296 euro…300 geben…u nochmal ganz toll gelobt werden…wie leeeeecker das essen doch wieder war..U was für ein toller service..wir sind soooo zufrieben bei ihnen u kommen so gerne… bla bla bla;-)
    u last but not least..FREMDER gast kommt rein..schaut sich kurz um..u fragt: ist meine frau schon da???

  13. Michael Landmesser 29 Dezember, 2014 at 12:59

    Wer kennt Sie nicht, die „Cappuccinotussen“? Erwarten den besten Tisch im vollen Restaurant,… halten sich 3 Stunden an einem Cappu fest. 15 Minuten vor Zapfenstreich geht man idiotischerweise noch einmal hin und sagt dass man bald schließt. „Ach dann nimmt eine von den Vieren noch einen Cappuccino und bleiben noch einmal weit über den Feierabend da.

    Reservierung 20 Leute…… 5 erscheinen, von denen 3 schon gegessen haben…. nach 4 Stunden bringt man die Rechnung von 40 € und stößt auf Unverständnis, wenn man die Gäste fragt, ob die Aktion ok war.

    Currywurst ist aber mit 7,20 € zu teuer…. die kostet im Laden nur ein Euro und an der Frittenbude nur 4,50€ …. Nebenkosten? Hallo?

    Wiener Schnitzel (Kalb, logisch) für 13,50 €….,…Ofenkartoffel als Beilage erwünscht.Fehler bei der Aufnahme,…Bratkartoffel anstatt Ofenkartoffel,,, Ofenkartoffel wird umgehend nachgereicht…. Beim Bezahlen wird darauf gepocht, die Ofenkartoffel vom Preis abzuziehen, obwohl, beide Beilagen verputzt wurden..

    Der Klassiker: Ein Cappuccino mit Sahne, oder noch besser: Ich möchte einen Kaffee! Ja welchen denn?

  14. Arpinski 29 Dezember, 2014 at 13:11

    2. weihnachtsfeiertag: es werden ausschließlich ganze gänse serviert und am tisch tranchiert. für kleine gruppen (2 oder 3 personen) gibt es gänsebrust und -keule. für vegetarier gibt es natürlich auch eine alternative und für kleine kinder braten wir selbstverständlich auch ein kleines schnitzel, ist ja klar! alles wird ausreichend kommuniziert und 2 tage vor weihnachten noch einmal telefonisch bestätigt. famile x reserviert also für 16 personen „ganze gans – am tisch tranchiert“. die gäste (alle zwischen 17 und 70 jahren) treffen um 12.30h ein. die getränke werden aufgenommen. „herrschaften, dann geht es jetzt gleich los“ – „halt stop, von uns wollen nicht alle gänse essen – mögen wir nicht!!!!“ – „aha, vegetarier also?!“ – „Nein, bitte bringen sie uns nur 6x gans und 10x schnitzel mit pommes!“ ……….noch fragen?!?!?!?!!? ist ja klar, dass wir die gänse einfach aus dem ofen nehmen und so lange aufbewahren bis zufällig in den kommenden tagen oder wochen jemand eine gans a la carte bestellt……ich liebe meinen beruf:)

  15. Elijah 29 Dezember, 2014 at 20:05

    Von allen Syndromen ist wirklich eins das unerklärlicheste und das häufig auftretenste. Selbst wenn die besten Plätze frei sind die Leute werden wie ein Magnet ausgerechnet von den Tischen angezogen die noch nicht abgeräumt sind. Ist mir erst letztens aufgefallen als mich eine Kollegin immer wieder an einem Abend drauf aufmerksam gemacht hat und das wirklich oft passiert ist. Es ist mir noch nie bewusst aufgefallen dabei arbeite ich seit Jahren in der Gastro.

    Komisch dass eins noch nicht erwähnt worden ist: Zor Stoßzeit an einem Wochenendtag ne halbe Stunde vorher anrufen um einen Tisch zu reservieren. Genau so gut an einem schwachen Sonntag mittag kurzfristig anfragen ob was für drei Personen in den nächsten 10 Minuteb frei wäre. „Kommen sie doch einfach vorbei und schauen sie selbst. Aktuell sind fünf Tische frei. Ich kann aber nicht versprechen dass die frei
    bleiben/ Es ist alles belegt aber ich kann nicht vorhersehen wann ein Tisch frei wird

  16. francesco 30 Dezember, 2014 at 02:41

    Vergessen wir die neuen Modekrankheiten nicht wie die ganzen laktoseintolleranten Menschen die es gibt!

    In meinem cafe bestellen die Frauen mal gerne einen koffeinfreien Latte macchiatto mit laktosefreier Milch…. Und weil das nicht genug ist gibt es noch paar granaten die tatsächlich einen koffeinfreien baileys macchiatto mit laktosefreier Milch bestellen! Baileys ist der innbegriff von laktose und furzerei!!!!

  17. Chris Haller 30 Dezember, 2014 at 04:39

    Typisches Syndrom in Zigarren Bars. Gast kommt rein setzt sich an den besten Platz zündet sich eine Zigarette an. Man fragt nett was es sein darf und dann heißt es „Ähhh…. just a Cigaret“. Am häufigsten tritt das bei arabischen Gästen/Familien auf

  18. Michael Landmesser 30 Dezember, 2014 at 16:50

    Schnäppchenjäger Syndrom:
    -Bei Verantstaltungen um einen riesen Discount feilschen wollen, da dass ja nun eine tolle Werbung für den Betrieb ist.

    -Wegen 3 Euro erfagen, ob man den Preis senken kann, wenn man für ein Buffet die Tomaten-Mozzarella selber mitbringt.

    Seniorensyndrom:
    Auf der einen Seite einen Seniorenteller bestellen, denn man kann halt nicht mehr in unserm Alter….auf der anderen Seite bei „Spare Ribs satt“ 7 kg verputzen,….wir reden hier von 4 Omchens, denn ich zahl ja entsprechend… hat nur die Feder gefehlt!
    Die haben wohl die ganze Woche gefastet!

    Annex…. Ich finde diese Seite einfach himmlisch!
    Auch wir Gastros dürfen mal abkotzen….

  19. Tomte 2 Januar, 2015 at 20:11

    Ich sagen nur:
    „Ich hätte gerne einen laktosefreien Baileyscoffee mit Sahne – oh aber ohne Schokopulver!“
    & „Entschuldigung? Ist auf ihrem veganen Tacoburger eigentlich Käse drauf?“ dicht gefolgt von „Haben Sie auch Putenschinken?“

  20. Frau S 3 Januar, 2015 at 17:47

    Auch immer schön: Beim Last Call nochmal schnell 3 Getränke für sich selbst bestellen oder auch eine Vorspeise für 6,50 € bestellen und sich im Nachhinein beschweren, dass man nicht satt geworden ist!

  21. Maxmill 4 Januar, 2015 at 20:48

    „Sich mal was gutes tun Syndrom“:
    2 Damen am Kaffeehaustisch. 1.Dame: “ Einen Cafe Latte laktosefrei, bitte.“ 2.Dame: „Ach das ist eine super Idee, tun wir uns heut mal was gutes, meinen bitte auch laktosefrei“

  22. Romana König 4 Januar, 2015 at 21:48

    Klein Gastronomie Abends gegen 23 Uhr : Alle Thekenplätze sind noch besetzt – Frage von neuen Gästen : Haben sie noch offen ? Meine Antwort war dann immer : Nein, das ist alles Bedienungspersonal und wartet auf die Abrechnung ..
    Biergarten Gastro : Steht überall angeschlagen : es wird nur an gedeckten Tischen bedient !
    Frage von Gast : Ach könnten sie mir bitte so hübsche grün weiße Tischdecken geben, wir würden gerne selbst eindecken, dann werden wir wohl bedient…
    Oder , großes Ausflugs Lokal, Mittags gegen 13 Uhr – alles belegt – Frage von neuem Gast : Haben sie noch irgendwo Stühle? Spontane Antwort damals von mir : Antike oder moderne ?
    Oder : haben sie nicht irgendwo einen Spielplatz gehabt ? Antwort von mir :Ja, haben wir , gnädige Frau, sie werden doch nicht etwa schaukeln wollen?
    Ach es gibt so vieles, da weiß man ja nicht wo man anfangen soll… (über 50 Jahre Gastro )
    Macht ja auch oft Spaß ! Wenn die Leute perplex reagieren !

  23. AkaliX 4 Januar, 2015 at 23:09

    Hallo super Artikel wer von uns hatte nicht schon mal die Idee, dass man ein Buch über unsere Erfahrungen schreibe sollte?

    Telefon Syndrom 5: Es wird Grundsätzlich zu den üblichen Stoßzeiten Angerufen leider hat man dann aber keine Zeit ans Telefon zu gehen. (Wer sich jetzt Fragt woher der Gast wissen soll an die Stoßzeiten sind? Nun ja für welche zeit will er den Reservieren, genau Mittags zwischen 12:00 und 14:00 Uhr und Abends zwischen 18:00 und 21:00 Uhr)

    Mit Karte Zahlen! Überhaupt kein Problem aber warum wird dies nicht bereits gesagt wenn die Rechnung bestellt wird. Aber richtig gut wird es dann wenn der Gast einem dann seine EC-KARTE in die Hand drückt als könnte man selber damit den Bezahlvorgang durchführen. (Fragt mal ganz beiläufig nach dem Pin als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt diesen weiter zu geben jeder Zehnte fängt an ihn dir zu sagen und merkt erst bei der Zeiten oder Dritten Ziffer das Sie gerade etwas sehr Dummes tuen, zwei mal habe ich bereits den gesamten Pin bekommen.)

    Zum ersten Syndrom: Darf ich schon was bestellen auch gerne noch im Stehen man hat ja keine zeit.

    Abwandlung des Draft Bier Syndrom: Der Gast hat bereits seit einigen Minuten die Karte und hat auch in ihr gelesen, und trotzdem wird gefragt was man den zu Essen / Trinken hat.

    Falsche Karte Syndrom: Der Gast bestellt etwas was nicht in der Karte steht obwohl diese bereits gelesen wurde, der Klassiker ist: ich hätte gerne Spaghetti Eis (welches ich noch nie ausserhalb eines Eiscafes gesehen habe), sollte man allerdings Vanilleeis mit Erdbeere Sauce haben wird dieses aber nicht als Ersatz akzeptiert. Oder natürlich ich hätte gerne ein Pizza blöd nur das man in einem Steakhouse ist. Schuld ist natürlich nicht der Gast der in Falsche Restaurant gegangen ist sonder der Gastronom der die falsche Karte hat.

    Minorit Syndrom: war ja noch die harmlose Variante da wäre noch die man Kommt mit dem Getränk X an den Tisch wiederholt die Frage wer es bekommt mehrfach und lautstark und geht mit dem Getränkt X wieder nach einigen Minuten Kommt der Gast zu Kellner und fragt: Wo ist mein Getränk? Meist nicht unbedingt.
    Und die Spitze diese Syndrom ist der Gast bestellte ein Gereicht sagen wir einen Salat, dann kommt das Essen es wird erst das Gericht eines der Tischnachbarn eingedeckt z.B. ein Steak darauf behautet der Salat Gast das er auch das Steak bestellte hatte (häufig dann wenn der Gast sich erst kurz vor der Bestellung entschieden hatte was er möchte Steak oder Salat) glücklich ist da der Kellner bei dem die anderen Gäste auch noch wisse was der Salat Gast bestellt hat nämlich SALAT.

    Zeitgefühl Syndrom: der Gast behauptet ich warte jetzt schon 1 Stunde auf mein Essen. Nur blöd das die Bons mit einer Zeitangabe gedruckt wurden und nachweislich nur 20 Minuten um sind. Aber dann haben wir natürlich an der Uhr gedreht oder 40 Minuten gewartet bis wir die Bestellung eingegeben habe. (Interessanterweise geschieht dies regelmäßig bei den Gästen die sich mit ihrer Begleitung nicht Unterhalten können)

    Mehr fällt mir gerade nicht ein.
    Hoffe ich konnte dir Helfen .
    Mit freundlichen Grüssen
    AkaliX

  24. Micha 5 Januar, 2015 at 10:39

    habe da auch noch paar,

    Die volltimer : Hallo, können wir endlich bestellen?? *genervter Blick der Gäste* klar aber selbstverständlich Block raus und du wartest auf Bestellung, genau dann öffnen Sie erst die Speisekarten um den ersten Blick reinzuwerfen und du sollst ganze Zeit da stehen und warten …….

    Die Gutscheinesser Groupon, Kulinaris, Rabattbücher ….. Ganzes Lokal voll alle Essen aus der selben Karte die a la carte loben das Essen, die Gutscheintestesser -Feinschmecker -Gourmets reklamieren eins nach dem anderen ……. Dieses Phänomen kann ich mir eigentlich nur so erklären, das die von Grund auf schon denken schlechtere Qualität zu bekommen mit den Büchern, nur Stelle ich mir dann die Frage wieso sie überhaupt dann so essen gehen ….. Besonders bei der Rechnung das vielleicht von dem tatsächlichen Wert eventuell 0,5 pro Trinkgeld gegeben wird …
    Meine absoluten Lieblinge ……

    Und die Endgegner 5 er Truppe :
    Einen sojamilch Latte mit coffeinfrei
    Einen lactosefreien Cappuccino
    Espresso coffeinfrei
    Kaffee mit lauwarmen Leitungswasser und separat aufgeschäumter sojamilch
    Milchkaffee mit doppelt Milch bitte kalte Milch
    Kindercapuccino Soja
    Und dann die Krönung alle 5 panna Cotta

  25. judit 5 Januar, 2015 at 23:08

    sorry mein deutsch ist nicht so gut, aber es gibt noch der letzte gast in schanigarten syndrom der unbedingt in garten sitzen möchte trozt 10 grad, und nacher eine decke verlangt weil es ihm zu kalt ist.
    oder markise rein und raus syndrom eine tisch meint es ist zu sonnig die anderen tisch ist zu schattig.
    das umtausch syndrom. ich hätte gern statt mein oliven tunfisch oder gegrilltes huhn..
    -ich nehme mein teebeutel selber mit syndrom, oder mein gekochtes ei, oder ein 1/4 kilo butter, mein dingsbumsfreies brot, bitte könnten sie mir das schneiden..
    aber die klassiker ist beim volle betrieb der weinliebhaber der genau nach jede sorte nachfragr, herkunft und Bouquet und am schluss bestellt das hauswein oder „na dann nehme ich ein krügel“

  26. Mikey 6 Januar, 2015 at 16:58

    Systemgastro-Syndrom: Neuer Geschäftsführer 1 Monat jeden Samstag Schnitzel mit Salat um “ 2,90″ (frisch und min 170g) und sich beschweren wenn man keine Pommes stattdessen bekommt 😉

  27. Luke 6 Januar, 2015 at 19:31

    Hab auch noch einen Klassiker, der hier schon in etwa beschrieben wurde:

    Digital-Natives-Shifted-Life-Syndrom:
    Zwei Gäste kommen ins Lokal, suchen sich einen Platz aus. Gast 1 muss schnell auf Toilette. Gast 2, die Jacke noch nicht einmal ausgezogen, noch nicht einmal hingesetzt, bestellt ein Bier/einen Tee („was für Tee habt ihr?“)/einen Cappuccino mit sojafreier Milch. Als Gast 1 von der Toilette wiederkommt, schlürft Gast 2 schon an seinem Getränk und bestellt fröhlich sein Essen, während Gast 1 noch nicht einmal die Möglichkeit hatte, in die Karte zu sehen. Ich denke natürlich brav mit und mir wird klar, dass die beiden wohl einen absoluten Fetisch haben, dem anderen beim Essen zuzusehen, und generell gerne mit einem vollen und einem halb leeren Glas anstoßen; daher warte ich auch nicht mit der Bestellung für Gast 2, sodass zwischen den Mahlzeiten der beiden ein schönes Zeitfenster bleibt. (Hmmm, überlege mir gerade: vielleicht ist das ja auch praktisch, so kann immer einer der beiden reden und es entsteht kein unangenehm ruhiger Moment?!)

    Oftmals auch ausgeführt als: Gast 1 hat sich schon entschieden, winkt, gestikuliert wild und möchte bestellen. Gast 2 hat sich –natürlich– noch nicht entschieden. Mein Spruch in dem Fall: Keine Sorge, bin heute noch ein wenig länger hier… 😉

    • hilpy 23 April, 2015 at 02:03

      Neiiin in,viel besser:können wir noch zu Mittag essen? (14.28 und 30Sekunden)“gerne,die Küche hat bis 14.30,das Restaurant bis 15.00 geöffnet(schon mal angemerkt… sicherheitshalber) „oh prima da haben wir aber Glück gehabt( ja genau,ich hab euch vor einer Stunde schon an unserem Schaukasten stehen sehen und habt euch dann erst alle anderen angesehen)… wir nehmen eine Bouillon und einen kleinen Salat,danach teilen wir uns ein carpaccio. Und Entnebrust und überbackener Steinbeisser zum Hauptgang“…gerne:-)(was an 14.30 habt ihr nicht verstanden?)Die Kollegen in der Küche sind schwer begeistert,denn was viele nicht wussten,1 Minute nach Küchenschluss wird da der Sauerstoff abgesaugt und Überleben ist nicht mehr möglich!!16.10 „können wir noch die Dessertkarte haben… Ich liebe meinen Job 🙂

  28. Peter 7 Januar, 2015 at 01:27

    Der Text is klasse – und die Kommentare ebenso lesenswert – auf dieser Welt rennen eben schon viele Vollhonks herum – und essen müssen sie leider alle.
    In diesem Sinne, einen Gruß an leidgeplagte Gastros 🙂

  29. Bernd 7 Januar, 2015 at 10:06

    Ganz wunderbar war folgendes:
    4 Gaenge Menu mit Weinbegleitung, 2 Pax, sie schaut die Karte an, informiert mich, dass sie Vegetarierin ist, ich frage sie ob wir etwas zusammenstellen duerfen, dass zu den Weinen passt und ob es dinge gibt, die sie gar nicht isst, allergien etc..
    Wir drucken ihr sogar das Menu aus vor dem 1. Gang, sie soll ja nicht ganz im dunkeln tappen.
    Vegetarisches Menu, ziemlich schoene Gerichte auch, sollte alles passen.. Dachte ich! :
    Frage von Ihr zum Hauptgang (mit aufgeregter Stimme, sichtlich und hoerbar empoert!): „Und wo ist jetzt der FISCH???“

  30. Sanchoschnurrbart 7 Januar, 2015 at 21:25

    Hallo Zusammen,
    folgend ein paar Dauerschleifen an meinem Tresen:
    – Der Gast fragt nach einem Cocktail, der irgendwie PinkDingenskirchen heißt. Nach Verneinung folgt der „Wasbittebistdudennfüreinschlechterbarmann“ Blick. Den PinkDingenskirchen gab es mal in irgendeiner Bar in irgendeiner Stadt, 700 Km entfernt. Meine Erklärung, viele Bars kreieren ihre eigenen Bartender Specials, und benennen diese dann auch nach eigenem Gutdünken, wird mit einem Kopfschütteln quittiert.
    – Der Gast kommt mit seinem leeren Teeglas und möchte heißes Wasser auf den Teefilter/beutel nachgegossen bekommen. Nach der dritten, oder sogar vierten Nachfüllung schaue ihm ganz traurig in die Augen und sage ihm dass der Tee aufs Haus gehe. Dem muss es ja wirklich ganz hundsmiserabel gehen.
    – Der Gast der, meist bei Pauschalveranstaltungen, der Meinung ist dein Bester Freund zu sein. Auch er hat ja mal früher einen Sommer lang an einem Tresen gearbeitet. Das erklärt er dir während du knapp 28 gleichzeitig gebellte Getränkebestellungen bearbeitest. Und dann sagt dieser besoffene Gastrokönig dir jedesmal, wirklich jedesmal!!!, dass er ja hinter die Bar kommen und Dir helfen könne. Da bleibt mir dann immer fast mein souveränes IchHabAllesImGriffLächeln im Halse stecken.
    – Der Gast der bestimmt wann der Wirt einen auszugeben hat. Jetzt gar nicht mehr!
    – Der Gast, komischerweise hat der immer ein Camp David Hemd an das tief in die sehr hoch sitzende Hose gestopft ist, der einen Cuba Libre bestellt. Du arbeitest in einer Bar die aus vertraglichen Gründen, oder warum auch immer, nicht mit dem in Deutschland gängigen Havana Club 3 arbeitet. Sooooooo, der Gast bemerkt eine Flasche in Deiner Hand die er jetzt nicht erwartet hat; Ron Veredato, Pampeero, Bacardi oder weiß der Geier. Mit einer enormen Wut schreit der Gast dich an:“ Hallo? Haben Sie nicht zugehört? Ich habe einen Cuba Libre bestellt!“ Böser Blick seinerseits, freundlicher Blick meinerseits.“Sehr wohl. Bin dabei.“ Diese weißer Rum Diskussionen bin ich wirklich leid. Am liebsten würde ich den Gast mal zu einer Blindverkostung laden. Ein Camp David Hemd hat seinen Cuba mal zurück geben lassen weil ich Cola benutzt habe und keine Sprite!
    – Der Gast der unbedingt (ich zahl das auch…) die drei oder vierfache Menge Spirituose in seinem Longdrink haben muss. Dann beschwert der Gast sich augenblicklich das der Filler keine Kohlensäure mehr hat. Meist ist es dann sehr mühselig diesem hartgesottenem Trinker zu erklären, dass eigentlich so gut wie kein Filler mehr in das Glas passte… Ergo auch so gut wie keine Kohlensäure.
    – Der Gast der dich einen Betrüger nennt weil Du Eis in sein Glas tatest. So passt ja gar kein Schnaps mehr rein. Es sind in dieser Bar immer 4cl im Longdrink! Wenn dieser ausgefuchste Gast dann den nächsten Drink klugerweise ohne Eis bestellt wundert er sich dass dieses mal wieder 4 cl im Glas sind, und irgendwie schmeckt ihm das Getränk dann auch nicht wirklich.

    Zuletzt möchte ich anmerken dass ich meinen Beruf Nacht für Nacht liebe! Und natürlich auch meine Gäste!

    Prost

  31. Sanchoschnurrbart 7 Januar, 2015 at 23:11

    Keinesfalls zu vergessen ist
    – Der Gast der dich fragt was du denn normalerweise beruflich machst. Favorisierte Antworten meinerseits wären: Chefarzt der Neurologie, Software-Engineer bei Google, Staatssekretär oder Elton John.

  32. sascha 9 Januar, 2015 at 17:35

    Auch immer gut:

    Ungefragt an reservierte tische mit Schild setzen und dann fragen ob sie den eh haben können. Oder zu 2 am 8ter Tisch sitzen wegen dem Licht. Hatte auch schonmal als ich den Gast gebeten hatte, „ihr könnt dort sitzen solange keine Gruppe kommt, dann müsst ihr euch wegsetzen“ das der mich anmotzte und meinte er geht wenn er noch nicht mal das sitzen darf wo er will…

  33. Matti 11 Januar, 2015 at 02:24

    Mein absoluter Favorit fehlt leider. Gäste sitzen am Tisch und schreien nach 8 Sekunden Wartezeit „Hallo? ! Können wir bestellen?“ Meistens befindet man sich am Ende des Ladens, darf dann deshalb quer durch diesen stiefeln um dann mit einem gequält höflichen Ton zu entgegnen „gerne! Was darf es denn sein?“ Als Antwort gibt es dann die Kirsche auf der Sahnehaube „oh, wir haben noch gar nicht nachgeschaut.“

  34. lasko 13 Januar, 2015 at 02:36

    Vieles lässt sich begründen!

    #1 Gottschalk:
    Aus Unsicherheit über die sterilität des Bestecks.
    Manche setzen sich nur für kurze zeit an einen tischen oder suchen den passenden Platz wobei sie dann oftmals auch besteck anfassen ob die person krank war wissen sie nicht also lieber alles beobachten wie es vor ihnen frisch aufbereitet wird 😉

    # Niki lauda
    Werden sie wirklich vergessen? Oder bewusste stehen gelassen?
    Zum einen könnte es mit der appetit und sättigung zusammen hängen und zum anderen sehen die eingepackten speisen dadurch das sie eingepackt wurden mehr oder weniger aus oftmals aber mehr weil sie in alu gepackt sind das führt zu
    „hat der mir da was vom nachbartisch mit rauf gemacht?!“

    #Helms Klamm
    Es handelt sich bei diesen orten um „neutrale orte“ nicht falsch verstehen kla sind die für die angestellten allerdings kommen sie in einen raum der viele kleine territorien hat zur stotszeit sind denke ich mal mehr tische belegt dadurch wird es unübersichtlich also stellen sie sich an einen gut sichtbaren platz um von ihren leuten in ihr territorium gebracht zuwerden oder um sich auf dem neutralen gebiet unter 4augen zu unterhalten
    ganz ehrlich sind sie etwa damals in der schule von gruppe zu gruppe gegangen und haben reingeguckt um fest zustellen das es nicht ihre kammeraden sind

    #First Guest
    Erklären sie ihm das sie eine ausnahme für ihn heute machen(wenn sie das wollen) und das er beim nächsten mal nicht bedient werden kann weil sie die zeit zur vorbereitung brauchen ihn aber gerne bedienen sobald sie mit der vorbereitung fertig sind( wenn sie das wollen)
    begründungen für zufrühes erscheinen kann es viele geben überpünktlichkeit bester platz keine freunde…

    #Minority Syndrom
    Die reizüberflutung der vielen personen lenkt sie dermaßen ab das sie es entweder nicht mitbekommen oder wenn natürlich nr 55 bestellt wird und ihr mit einem „die rotbarschforelle in gebeitzten lachs frittiert mit halben hahn“ versteht man natürlich nicht über nen ganzen tisch an dem geredet wird 😀
    mein tipp lauter reden die leute verstehen euch nicht und wenn dann einer sagt ja das ist meins und ihr zeigt denen das und das isses nicht seit ihr auch angepisst außerdem wenn einer „rotbarschforelle in gebeitzten lachs frittiert mit halben hahn“ und ein andere „rotbarschforelle in gebeitzten lachs frittiert im halben hahn“ bestellt ja das höre mal raus wenn 6 weitere personen sprechen….

    #Rantanplan

    man muss vergleichen um zubewerten un davon abgesehen gibt es jede menge minderwertige plätze an denen der tisch klebt und beim anderen ziehts so doll das einem im sommer kalt wird abgesehen davon das man in der lichtritze sitzt die einem aber noch den nacken rotbrennt also wählt man das kleinste übel die intuition des menschen ist meinsten gut deswegen war die erste wahl meist ganz gut strahlte vertrautes aus deswegen gewählt

    #Sunday 100
    „Den hab ich heute frisch gedruck!“ bedeutet er war heute extra bei der bank und er wählt den großen schein weil er ihn für die ausgaben als limit geplant hatte wenn es nicht voll ausgeschöpft wurde wird trotzdem mit bezahlt weil möglicher weise sonst der verwendungszweck durch einnander kommt also reines haushalten und überblick bewahren… oder schonmal dran gedacht was passieren würde wenn er es ihnen passend geben würde und es ungefähr 10min dauert weil die brille vergessen wurde und zählen auch nicht mehr nach alkohol und essen zu den stärken zählt?!?!?!(vllt tut er das ihnen zuliebe?!;) )

    #Personal Meeting
    Ich weiß iwie nicht was „Das geht sich nie aus…“ bedeutet… was geht sich nie aus?
    aber ich nehme an geht darum wer wann schicht hat und da will jeder das beste für sich 😀

    #Telefon
    Stoßzeit? wann issen das? könnte ein zusammenhang zwischen arbeitenden 9to5 menschen bestehen?! die nach der arbeit und einem kurzen ausspannen wieder bereit zu aktivitäten sind und somit die einen essen gehen und die anderen reservieren?! weil sie beide gleichzeitig arbeitsschluß haben? okay kann ich ja verstehen als kellern hat man ja keine festen arbeitszeiten ist aber nicht bei jedem so

    #tele1
    ja digitale welt alte leute denken heute ist alles möglich

    #tele2

    könnte wieder alte menschen sein die kenn inetz net

    #tele3
    kleine tische stehen manchmal doof am rand oder iwie so muss man halt ablehnen wenns gut ausgebucht ist fragen kann man ja mal

    #tele4
    schonmal was von geschlossennergesellschaft gehört da sind sie auch da obwohl es für die anrufende person „nicht geöffnet hat“…

    #Time Warp
    seit wann ist eine „Apfelsaftschorle“ ein „kleiner apfelsaft naturtrüb ungekühlt, mit lauwarmen leitungswasser“ sagst doch auch nicht ein rechteck ist ein quadrat 😉 ine schorle vllt mit sprudel? oder klaren apfelsaft!?! ich weiß grade nichmal ob schorle nicht sogar sprudelwasser vorrausetzt… also bitte

    #Draft Beer
    könnten andere lokale schuld sein aufderen getränke karte unter bier steht
    Hefeweizen Naturtrüb
    hefeweizen kristall klar
    Fassbier
    Schwarzbier
    Pilz

    iwann guckt man vllt nicht mehr nach 😀 mir zb schmeckt hefeweizen naturtrüb nicht von jeder marke und es ist sowieso die einzige bierart die ich gerne zum essen trinke bei nicht vorhanden sein meiner sorte(sind unterschiedlich herb und herb mag ich nicht so sonst würde ich ja auch kein hefeweizen wollen :D) hol ich mir lieber nen bananensaft…

    #Kill Bill
    alkohol alohol person eins bestellt rechnung person zwei nicht mit bekommen das keller bemerkt sieht anderen kellner in der nähe das ganze läuft weiter und bevor alle da waren, um das zahlen zu melden ist die rechnung von person 1 schon am tisch 😉

    #Rest in Peace
    Dauert das lange?

    #Hide and Seek
    hast du big daddy(mit adam sandler) nicht geguckt?

    #Everything Counts
    da macht man nen küchenstop und wenn einer vor dem küchenstopp was bestellt ist man selbst schuld wenn man alles geputzt hat
    denn ich glaube ja nicht das das putzen(also blitzeblank) der küche während der arbeitszeit zur aufgabe des koches gehört in der schule wird auch erst dann eingepackt wenn der lehrer den unterricht beendent… vorbereiten und aufräumen geht leider von pause und freizeit ab…

    SOOO und damit verabschiede ich mich mit
    Dats reh springert hoch dats reh springert woit walum auch näächt es hatz jar Zeit

  35. Matze 13 Januar, 2015 at 11:56

    Frauen und Männer sind doch verschieden
    Ich arbeite auch schon sehr lange in der Gastro und das was Männer und Frauen Gruppen unterscheidet ist:
    Männergruppe kommt rein, einer bestellt für alle Bier einer Zahlt fertig.
    Das ganze geht reihe um Männer gehen betrunken wieder. Trinkgeld passt !!
    Frauen Gruppe kommt rein das Chaos beginnt.
    Erste Frau fragt “ Was habt ihr den ?“ Zweit Fragt habt ihr ne Karte ? Dritte und vierte geht aufs Klo. Fünfte und sechste schreiben sich gegenseitig via Whats Up.
    Ich bring Karten das sich die Damen schlau machen können was es gibt. Nach einiger Zeit geh ich wieder hin. Erste Frau Hmmmm ich weis es noch noch nicht. Habt ihr Cola Ligth ? Ich „Nein“ Sie warum Nicht ? Ich “ Weil wir Cola Zero haben “ hmmm ok .
    Zweite Frau ein Kaffee. Dritte und vierte sind am quatschen über ihren Toiletten gang“ ahh sorry wir haben noch garnicht geschaut. Fünft und sechste sind so abgelenkt das sie Cola Light bestellen. Sorry haben wir nicht ok dann müssen wir noch schauen.
    Nächster versuch
    Ich bring den bestellen Kaffee
    Erste Frau die jetzt schon lange die Karte gelesen hat. Bestellt grundsätzlich etwas was nicht in der Karte steht. “ Sorry haben wir nicht “ ok dann nehm ich ne Cola Light. Ich erneut “ sorry haben wir auch jetzt nicht“ ah warum ? “ Weil wir cola Zero haben. Ah ok dann nehme ich ein Wasser. Ok immerhin .
    Frau Zwei Trinkt ihren Kaffee. Frau drei und vier diskutieren noch was sie bestellen wollen. Nach einiger Wartezeit schwenke ich zu Frau fünf die einen Latte bestellt und Frau sechs inzwischen auf dem WC und Schreibt ihrer Kollegin das Sie eine Cola Light mit bestellen soll.
    Nächster Versuch
    Ich bring das Wasser und den Latte.
    Frau eins. Ich wollte aber ein Wasser ohne Kohlensäure !! Ah ja konnte ich ja nicht wissen.
    Frau drei und vier bestellen doch dann tatsächlich zwei Hugo“ Ich wollte schon Applaus geben “ aber hab es dann doch nicht gemacht. Frau sechs die vom WC zurück ist fragt “ Wo ist meine Cola Light ? “ “ Haben wir nicht “ ok dann muss ich nochmal schauen.
    Nächster Versuch
    Ich bringe zwei Hugos und das Wasser ohne Kohlensäure. Frau sechs bestellt dann doch auch noch ein Kaffee.
    Einige Zeit Später geh ich wieder hin. Drei am Telefon beschäftigt die anderen drei unterhalten sich . Dann kam der Ruf der Rechnung und die Bestellung einer Cola Light. Ich “ haben wir auch jetzt nicht “ ok dann nix mehr. Und ein kleiner Kommentar “ Saftladen “
    Die Rechnung kommt und Zwei sind auf dem WC und die anderen sagen “ getrennt bitte “
    Frau zwei, drei, fünf und sechs abkassiert
    Nach einiger Zeit auch Frau eins und vier abkassiert
    Trinkgeld ???? Wenn ich alles zusammen zähle……….Lohnt sich nicht zum zählen
    Als die Frauen gingen noch schnell eine kleine Anmerkung. Bitte nächstes mal Cola Light und es könnte etwas schneller gehen.
    Ja das passiert fast jede Woche einmal. Und wir haben bis heute KEINE COLA LIGHT 🙂

  36. ralf stein 16 Januar, 2015 at 02:48

    PART 1 –
    ein Tisch der belegt war, bedeutet das es ein guter Tisch sein muß, weil ja dort schon jemand vor gar nicht all zu langer Zeit saß. Dies wird als Gütesiegel gewertet und deshalb gehen die meisten zielstrebig genau auf diese Tische zu.

  37. Flurschuetz 23 April, 2015 at 20:10

    Die Terrasse ist gut besucht und ein Gast meldet sich drinnen, ohne schon gesessen zu haben, mit den Worten: „Wir sitzen draußen!“ Auf meine mittlerweile schon standardisierte Antwort „Nein, sie stehen drinnen!“ hat bis jetzt noch keiner einen schlagfertigen und passenden Kommentar gefunden.
    Oder: Die Außenbeleuchtung ist an, die Tür ist auf, und der Gast betritt das Haus mit der Frage: „Haben Sie geöffnet?“

    First-customer-Syndrom: Das Restaurant ist noch leer, weil man gerade erst geöffnet hat, und der erste Gast will schon wieder gehen, weil „ja gar keiner da ist“. Einer ist halt immer der Erste…

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